22.07.2017

[#fotoprojekt17] Wasser

Durchs Annes Fotoprojekt komme ich in die Gelegenheit jeden Monat bewusst mein Fotoarchiv zu einem bestimmten Thema zu durchwühlen oder auch selbst aktiv zu werden. Diesen Monat geht es fototechnisch um das Thema Wasser. Ein sehr spannendes Element. Es liegt ruhig da oder fließt strömend, es fällt sanft oder prasselt laut und kraftvoll. Es ist Lebensraum und Lebensspender. Es ist immer gleich und verändert sich doch stetig. Fällt in sanften Bahnen oder bildet in kleinen Tröpfchen Nebel und Wolken. Es kristallisiert zu Schnee und gefriert zu Eis.


Diesen Monat hatte ich Lust ein paar Dinge auszuprobieren. Fototechnisch mal ein paar andere Sachen zu machen, als nur Landschaften zu fotografieren oder mein Archiv nach schönen Bildern zu durchforsten. Ich wollte neue Bilder. Ich wollte ein wenig experimentieren. Ich hatte soooo genaue Vorstellungen.

Also stand ich im Bad und fotografierte mein Badewasser. Die Deko-Ente musste unbedingt mit ins Wasser, nur fürs Foto. Ich fotografierte noch die beschlagene Scheibe des Fensters und den Spiegel. Nach einem Regenschauer machte ich Fotos von den hübschen kleinen Regentropfen an meinem Fenster und auf meinem Balkon. Ich füllte Wasser in ein Glas und lies ein wenig Lebensmittelfarbe hineintropfen. Ich stellte mir einen sooo schönen Farbschleier vor. Aber nichts da. Mit einem Stäbchen rührte ich ganz vorsichtig um, aber noch immer erschien der gewünschte Farbschleier nicht. Dann rührte ich schneller, so schnell, damit der erzeugte Wasserwirbel die Farbe vollkommen auflösen sollte, während ich gleichzeitig fotografierte. Ich stellte mir einen sooo schönen Wasserwirbel vor ... du ahnst es schon. Nichts da.


Irgendwie sind alle Experimente doof geworden. Keines wurde so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Badbilder sind alle nichts geworden, sodass ich sie gleich wieder gelöscht habe, nachdem ich sie mir auf dem Rechner ansah. Die Regentropfen auf der Fensterscheibe sind viel zu dunkel geworden. Die Blumenbilder vom Balkon sind ganz okay, finde ich. Das war es dann aber auch schon. Eine magere Ausbeute. Leider.


Die Fotos habe ich dir jetzt trotzdem gezeigt. Zur Entwicklung meiner eigenen Fotokunst gehört es eben auch mal dazu, dass das Endergebnis nicht so geworden ist wie ich es mir vorher im Kopf vorgestellt hatte. Klar hätte ich jetzt auch einfach ein paar tolle Bilder aus meinem Archiv herauskramen können, wie zum Beispiel die vielen schönen Wasserfälle aus Island oder vom Hamburger Hafen oder der Alster oder oder oder. Auswahl hätte ich genug gehabt. Ich wollte es aber nicht.

Wie sieht du es? Schaust du dir gerne mal ein paar Fotos an, die ich so aus Übungszwecke mache oder dann doch lieber nur die hübsche geglückte Auswahl? 

Kommentare:

  1. Ich finde, auch das Üben hat in der Fotografie seine volle Berechtigung! Daher habe ich deine Fotos sehr gern gesehen...

    Und ich würde meine Versuche auch zeigen, wenn ich unzufrieden bin, weil man eben im netten Internet immer auf freundliche Hilfe und Verbesserungsvorschläge hoffen kann.

    Die Idee mit der Farbe im Wasserglas mag ich echt... Vielleicht war nur deine Farbe ungeeignet? Wassermalfarbe geht glaub ich ganz gut, oder Tinte.

    Liebe Grüße

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    1. Stimmt! Das ist mir in dem Moment gar nicht eingefallen! Danke Tabea, dass werde ich mal ausprobieren. :)

      Lieben Gruß, nossy

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  2. Nun gibt es auch Leute die Zeug in das Wasser mischen, Kleister, Guarkernmehl, bei Tropfen auch Glycerin. Vielleicht sieht man dann Strudel besser oder Tropfen stehen besser. Kannst ja mal googlen - ich bin nicht so die Tropfenakrobatin.

    Was mir gefällt ist die Ente von Herrn Müller-Lüdenscheidt ;-) Ich musste dabei sofort an Loriot denken.

    Wenn man kommuniziert, dass man Probleme hatte und versucht sich darüber auszutauschen finde ich es völlig ok auch mal Bilder zu zeigen, die zeigen wo man selber die Probleme hatte.

    Wenn jemand nicht ausdrücklich schreibt, dass er/sie Kritik/Vorschläge haben will, dann versuche ich zu helfen, wenn ich es kann - viele Leute wollen das aber gar nicht oder sind gar entsetzt, wenn man trotz Aufforderung seine eigene Meinung schreibt.

    LG, Birgit

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    1. "Mit Ihnen teilt meine Ente das Wasser nicht!" :D

      Vielleicht wage ich so ein Wasserexperiement irgendwann noch mal, wenn mich die Lust packt.

      Nur wenn jemand sagt, er hätte gerne ein Feedback, heißt das leider nicht automatisch, dass derjenige damit auch umgehen kann. Sozialkompetenzmäßig nennt man das glaube ich auch Kritikfähigkeit. Wobei Kritik ja so ein böses negatives Wort ist ...
      Ich bin über Hinweise, Tipps und Ratschläge immer dankbar, wenn sie wertfrei gegeben werden und nicht dazu dienen mich "dumm dastehen" zu lassen. :)

      Ganz liebe Grüße, nossy

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  3. üben ist immer wichtig - ohne übung gäbe es schließlich keine verbesserung :) wasser mag ich übrigens gern und deine beispiele auch!

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  4. Ja, da hast du recht. Nur manchmal ist üben so mühselig ;)
    LG, nossy

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