29.01.2017

[Lesezeit] Das Buch der Menschlichkeit vom Dalai Lama

Wer wäre berufener als der Dalai Lama, »eine der faszinierendsten Gestalten des 20. Jahrhunderts«, uns zu Beginn des neuen Jahrtausends Perspektiven für ein erfülltes Leben aufzuzeigen? Denn trotz des Wohlstands sind viele Menschen gerade in der westlichen Welt mit ihrem Leben unzufrieden, suchen eine neue innere Ruhe, die mit Konsum und Luxus nicht zu erlangen ist. Schritt für Schritt zeigt der Dalai Lama, wie man sich auf positive menschliche Eigenschaften und Werte wie Einfühlungsvermögen, Gemeinschaftssinn und Aufrichtigkeit zu besinnen lernt und schließlich wieder zu einer neuen Ethik des Handelns findet.
 Kurzbeschreibung: www.amazon.de

Der undisziplinierte Geist ist wie ein Elefant. Wenn man ihn unkontrolliert herumtollen läßt, wird er Verwüstungen anrichten.
Seite 93

Das Buch der Menschlichkeit ist keine Geschichte in der es Helden oder Antihelden gibt. Keine Geschichte von Gut und Böse. Wer mehr über Buddhismus oder über Religionen erfahren möchte, der kann dieses Buch auch gleich wieder von seiner Liste streichen. Wer aber mehr darüber erfahren möchte, was dazu verhelfen kann damit wir Menschen zu einem Leben voller inneren Zufriedenheit und Glück gelangen, der ist mit diesem Buch sehr gut beraten. Es ist eine Niederschrift des aktuellen Dalai Lamas. Es beinhaltet seine Gedanken und Überlegungen zur Ethik, Moral und zu den Werten unserer Zeit.


Nichts in unserer normalen Alltagswelt ist von Dauer. Alles unterliegt der Veränderung und dem Verfall.
Seite 156

Ehrlich gesagt hätte ich mir, allein vom Titel her, dieses Buch nicht gekauft. Da es aber irgendwann mal für unverschämt wenig Geld im Kindle-Shop im Angebot war und ich dachte ich könnte ja mal was anderes lesen als immer nur erfundene Geschichten, landete es in meinem Einkaufswagen.

Ich las das Buch der Menschlichkeit nicht mal so nebenbei. Immer und immer wieder regt es mich zum nachdenken an. Ich überlegte ob ich derselben Meinung bin wie der Dalai Lama oder ob ich überhaupt verstand was er versuchte auszudrücken. Oft stimmte ich ihm zu und musste auch immer mal wieder schmunzeln wenn ich ihm absolut recht gab oder feststellte das ich bereits versuche in meinem Leben stets dem Positivem mehr Gewicht zu geben.

Manchmal kam es aber auch vor das ich nicht seiner Meinung war. Zum Beispiel als es um das Thema "Stolz" ging. Für mich ist "Stolz sein" nichts schlimmes. Ich finde man darf beispielsweise stolz auf das sein, was man im Leben erreicht hat oder stolz auf seine Kinder sein, seinen Partner, seine Freunde und und und. Allerdings sollte der Stolz sich nicht in Überheblichkeit wandeln. Stolz im Positiven Sinne geht für mich immer mit Demut Hand in Hand.

Alles in allem ist dieses Buch absolut lesenswert. Nehme dir allerdings Zeit, damit du alles Stück für Stück verarbeiten und dir deine eigenen Gedanken dazu machen kannst. 

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