16.11.2016

[Lesezeit] Am dreizehnten Tag von Regina Mengel

Ich bin in der letzten Zeit irgendwie vom lesen abgekommen. Es fühlt sich an wie eine Ewigkeit in der ich nicht die Zeilen einer Geschichte Wort für Wort verschlungen habe. Wie lange, endlose Zeit. Doch es stimmt nicht ganz. Gelesen habe ich schon recht viel. Nur waren es in den letzten Wochen keine von diesen zauberhaften Geschichten. Ich habe immer wieder zu diversen Blogs als Lesestoff gegriffen. Nur mal eben schauen was andere so bloggen oder was meine liebsten Blogger so neues, wunderbares verfasst haben. Auch wenn es noch so interessant ist, nur Blogposts zu lesen ist mir dann irgendwie doch zu kurzweilig. Ich brauche etwas, nun ja.. längerfristiges.


Stell dir vor, du bist etwas ganz Besonderes, und niemand hat es dir gesagt! Seit Susannas dreizehntem Geburtstag überschlagen sich die Ereignisse. Wildfremde Menschen munkeln von einer Bestimmung und streuen Blütenblätter vor Susannas Füße. Ein Päckchen ohne Absender, ein Brief, der in Rätseln spricht, eine geheimnisvolle Flasche und ein Teeladen, der nicht von dieser Welt zu sein scheint. Doch das ist erst der Anfang. Stell dir vor, das Märchenland aus deinem Buch existiert wahrhaftig, und eine wichtige Aufgabe wartet dort auf dich! Susanna stößt auf eine magische Welt voller Abenteuer und außergewöhnlicher Wesen. Und dann ist da ja auch noch Patrick, der ihr besser gefällt, als sie es sich zunächst eingestehen möchte.
Bild und Kurzbeschreibung von amazon.de


"Wir waren zu viert. Ich bin das älteste Kind. Meine Eltern nannten mich Schicksal und damit stand meine Aufgabe fest. Kurz nach meiner Geburt kamen meine Schwester Irgendwer und mein Bruder Niemand auf die Welt. Auch diese beiden repräsentieren das, was ihr Name bedeutet. [...] Sie nutzten der Menschheit nicht, sondern brachten nur Unzufriedenheit in die Welt. Niemand fühlte sich für Dinge verantwortlich oder nahm die Schuld auf sich. Sollte Irgendwer eine Aufgabe erledigen, fühlte sich Niemand angesprochen und damit war wiederum Niemand bereit, sich an die Arbeit zu machen. Die Symbiose meiner Geschwister hätte die Welt beinahe ins Chaos gestürzt." Schicksal lachte trocken.

Am dreizehnten Tag bot mir diese Bindung. Auch wenn die "Liebesgeschichte" in diesem Buch meiner Meinung nach ruhig mal wieder hätte gestrichen werden können. Sie wirkte auf mich überflüssig und war der Geschichte nicht weiter dienlich. Die Geschichte las sich so dahin. Kurze, einfache Sätze boten ein schnelles vorankommen des Handlungsstranges.

Susanna - die unfreiwillige Heldin dieser Geschichte - entführt uns in eine Märchenwelt. In die Geschichten aus Tausend und einer Nacht. Vielleicht kommt mir dieses Abenteuer daher auch so bekannt vor, als hätte ich sie schon einmal gelesen. Weil sich Teile vieler, vieler anderen alter Märchen hier vereinigen. Susanna muss das Rätzel ihrer Bestimmung entschlüsseln, das Auswirkungen auf so viele Leben hat. Dabei trifft sie nach und nach auf Menschen und Wesen die ihr behilflich sind und die sie unterstützen. Freundschaften bilden sich. Feinde offenbaren sich. Ein Schicksal folgt dem nächsten und nachdem alles daraufhin läuft das alles ein Ende nimmt, fügen sich ungeahnte Puzzelteile zusammen. Schade nur, dass wir nicht mehr erfahren ob Susanna ihre Bestimmung auch erfüllen kann.

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