10.11.2016

[Heimatliebe] Helgoland

Ich reise gerne. Die längsten Reisen waren bisher immer ins Ausland, auch um mal gänzlich andere Eindrücke von verschiedenen Landschaften und Kulturen zu bekommen. Besonders die Natur hat es mir angetan. Für mich gibt es nichts schöneres als einen Tag in absoluter Abgeschiedenheit mitten im Nirgendwo zu verbringen. Also mit der Gewissheit trotzdem einen Schlafplatz zu finden und irgendwann, irgendwie wieder in die Zivilisation zurückkehren zu können. So ein bisschen Sicherheit muss dann trotzdem sein! Es ist die Stille und die Ruhe der Natur die mich erdet. Die mir wieder Kraft gibt und die mir hilft wieder zu mir selbst zu finden, wenn mich das bunte, laute und chaotische, egoistische Großstadtleben stresst und mir meine Selbst nimmt. Nur muss man sich natürlich nicht immer gleich große, lange und weite Reisen vornehmen. 

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nahe?

Auch Deutschland hat wunderschöne Ecken! Ab und an, wenn sich die Gelegenheit ergibt, freue ich mich immer riesig wenn ich einen für mich neuen Teil Deutschlands kennen lernen darf. Ich wollte nie zu den Menschen gehören die um die Welt reisen und persönliche Geschichten zu gefühlt jedem fremden Land erzählen können und dabei ihr eigenes Heimatland nicht einmal annähernd kennen. Darum ist es mir wichtig auch ab und an ein für mich neues Fleckchen in Deutschland zu bereisen. Daher blogge ich ab sofort Beiträge dieser Art unter der Kategorie Heimatliebe.




Im Juli hatte ich das Glück eine Nacht auf Helgoland verbringen zu dürfen. Mit einem Katamaran ging es von Hamburg direkt nach Helgoland. Eine lange Fahrt, allerdings auch sehr bequem! Ich finde auf Helgoland sollte man sich wirklich eine Nacht gönnen und nicht wie viele andere Tagestouristen innerhalb weniger Stunden über die Insel hetzen.

Da mich die ganzen Souvenir Shops nicht reizen, verbrachten mein Freund und ich die meisten Stunden damit einfach über die Insel zu schlendern. Zu Fuß lässt sich die Insel absolut bequem umrunden und wenn Nachmittags die unzähligen, auf die Uhr starrenden Touristen fort sind, um mit dem letzten Schiff wieder aufs Festland zu gelangen, wird es sogar so richtig gemütlich. Denn etwas abseits von den Häusern scheint es schnell, als wäre man allein auf der Insel. Die Einheimischen sind ungewöhnlich hilfsbereit. So erklärte sich ein Mann, der gerade konzentriert seine Hecke beschnitt, sofort bereit uns den Weg zu erklären, dabei war das gar nicht nötig. Wir standen vielleicht gerade einmal drei Sekunden vor einem Wegweiser und haben überlegt ob wir die Insel linksherum oder rechtsherum erkunden wollten. Wir hatten uns übrigens für linksherum entschieden.

Helgoland Helgoland Helgoland Helgoland Lange Anna Basstölpel

Die Basstölpel habe ich dort unheimlich gerne beobachtet. In ihrer großen Kolonie tummelten sie sich auf den Felsen und Abhänge der Klippen, stürzen sich hinab zur Futtersuche und kehren zielgerichtet zu ihrem Nest zurück. Die Vögel waren größer als ich sie mir vorgestellt hatte und irgendwie auch beeindruckender.

Basstölpel Helgoland Lange Anna Helgoland Lange Anna Helgoland Helgoland Helgoland

Es war ein wunderschöner Wochenendausflug. Ich liebe diese Momente in denen ich einfach das Leben genießen kann. In denen es nichts wichtigeres zu geben scheint, als dieser kleine kurze Moment des Augenblicks. Wo der Wind um meine Nase weht und wie hier auf Helgoland den Geruch des Meeres mit sich trägt. 

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