03.03.2014

[Lesezeit] Herz des Winters von Madeleine Puljic


Bild von Amazon.de
Ein fleißiger Leser hätte das Buch sicher ratzfatz leer gelesen. Bei mir hatte es sich ein wenig hingezogen. Schuld war da doch der fehlende Reiz. Allein von der Aufmachung des Titelbildes hätte ich mir mehr erhofft. Mehr Schnee, mehr Naturkräfte, mehr Winter! Auch die vielen positiven Kommentare auf Amazon bewegten mich dazu das Buch für meinen Kindle zu kaufen. Aber nichts da, irgendwie war ich doch enttäuscht. Nach dem ich das Buch beendet hatte konnte ich nicht einmal sagen warum es jenen Titel trägt. Nur weil sich das Ende der Geschichte im Winter und im Schnee abspielt? Das kann es doch nicht sein oder?

Alles dreht sich jedenfalls um die junge Heldin Daena, einer Kämpferin, die oft mit sich selbst hadert. Für mich wirkte sie oft viel zu ängstlich und unerfahren und in anderen Momenten war sie dann doch eine überragende Kämpfernatur. Also ich weiß nicht, aber für mich lagen die Extreme zu weit von einander entfernt oder es lag an meiner eigenen Unfähigkeit mich gut genug in die Situationen hinein zu versetzen, wer weiß. Oft dachte ich einfach nur "Man, heul doch." oder eben "Boah hör auf zu jammern!". Einige Handlungstränge, besonders zum Ende der Geschichte, hätten meiner Meinung nach zudem mehr ausgebaut werden können um die Spannung des Ganzen zu erhöhen und dem abrupten Ende vorzubeugen.

Wer aber nicht zu viele Erwartungen an die Ausgestaltung und Tiefe einer weiblichen Hauptfigur hat und eine leichte Fantasygeschichte bevorzugt, für den mag das Buch genau richtig sein. Man erlebt eine nette bis spannende Geschichte um ein junges Mädchen welches von den Feinden, einer beinahe unbesiegbaren Menschenähnlichen Echsenrasse, versklavt wurde, entkam und nun nach einer Zeit des Herumstreifens seine Bestimmung findet einen Widerstand einzuleiten. Man begegnet interessanten Fabelwesen, magischen Gestalten und Berekh - der für mich authentischste und interessanteste Charakter aus Herz des Winters.

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