30.01.2014

Aussortiert: Kleider Adé

Nachdem zuerst meine Schuhe an der Reihe waren, musste nun mein Kleiderschrank herhalten. Sooo viel hatte ich gar nicht aussortiert, irgendwie hätte es ruhig mehr sein können. Es fällt einem aber auch schwer, wenn die Kleidung noch vollkommen in Ordnung ist, passt und ein gutes Basisteil darstellt. Und alles aussortieren ist ja nun auch keine Lösung.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden bin. Ich habe wieder Platz in meinem Schrank! Alles ist schön übersichtlich und gut sortiert. So fühlt sich gleich alles ein wenig geordneter an und ein schöner Nebeneffekt ist tatsächlich, dass ich nicht mehr gefühlt Stunden vor meinem Schrank verbringe mit der Frage "Was ziehe ich an?". Die Auswahl ist nun zumindest ein wenig eingeschränkter. :)

Nach solch einer Aussortieraktion bleibt aber oft die Frage wohin mit den alten Kleidungsstücke die noch tragbar sind? Mir bekannte Secondhandgeschäfte gibt es nicht in meiner unmittelbaren Umgebung (und wenn dann nur für Babysachen). In bestimmten Einrichtungen wie Stilbruch kann man die Kleidung auch kostenlos abgeben, sie wird dann sehr günstig weiter verkauft - aber wer will seine ungewollten Klamotten schon durch die halbe Großstadt schleppen? Ich nicht wirklich. Also landeten die guten Stücke doch nur wieder in den nächsten Altkleidercontainer, ebenso wie zuvor die alten noch tragbaren Schuhe - die Faulheit siegt doch all zu oft.



Mittlerweile gibt es allerdings schon so viele verschiedene, teilweise auch optisch unterschiedliche, Altleidercontainer, die nicht einmal mehr eine Beschriftung führen welche Firma diese leert. Geschweige denn das es irgendeinen Hinweis gibt damit wir Spender nachvollziehen können, was aus der Kleidung wird oder wohin sie geht. Bleibt Sie in Deutschland und geht einer Sozialstation oder einem Sozialkaufhaus zu Gute (ehrlich gesagt; glaube ich das am wenigsten...) oder wird sie doch nur überteuert weiter verkauft?

Diese Ungewissheit macht mich jetzt im nachhinein sehr nachdenklich und misstrauisch.... warum fehlen diese Hinweise? Früher ging es doch auch! Wer kennt sie nicht, diese großen Aufkleber für Kinder in Afrika? Gut, sicher werdet ihr sagen so einen Aufkleber kann auch jeder an seinen Container anbringen, aber dennoch ... es wurmt mich!

1 Kommentar:

  1. Hmmm, weißt du, du hast recht! Ich selbst versuche ja immer zuerst, alle meine Sachen über den Kleiderkreisel loszuwerden, aber nachdem ich jetzt schon ein paar Mal erlebt haben, wie offensichtlich ziemlich junge Mädchen die Klamotten quasi für umsonst haben wollten, das Geld einfach nie überweisen oder sich nicht darum kümmern zuhause zu sein, wenn ihr Paket ankommen sollte, hab ich da langsam auch keine Lust mehr drauf. Alternativen sind in der Tat das Sozialkaufhaus oder der Altkleidercontainer. (Flohmarkt machen kostet ja auch unendlich viel Zeit) Und es wäre wirklich schön, wenn man wüsste, wo die Sachen landen. Ich prangere das ebenfalls an!
    Liebe Grüße,
    Kathy

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